// Ruhrtriennale | Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend

Kreation/Musik/Theater

Mittwoch, 21. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Donnerstag, 22. August 2019| 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Samstag, 24. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Sonntag, 25. August 2019 | 18 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Mittwoch, 28. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Donnerstag, 29. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Freitag, 30. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Samstag, 31. August 2019 | 20 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)
Sonntag, 1. September 2019 | 18 Uhr | Ruhr-Universität, Auditorium Maximum BOCHUM (D)

Christoph Marthaler REGIE
Uli Fussenegger MUSIKALISCHE LEITUNG
Stefanie Carp TEXTE UND KONZEPTION
Duri Bischoff BÜHNE
Sarah Schittek KOSTÜM
Phoenix (Andreas Hofer) LICHT
Gerhard Alt REGIEMITARBEIT

MIT Tora Augestad, Benito Bause, Carina Braunschmidt, Bendix Dethleffsen, Walter Hess, Katja Kolm, Claudius Körber, Stefan Merki, Josef Ostendorf, Elisa Plüss, Bettina Stucky
MUSIK Uli Fussenegger, Hsin-Huei Huang, Claudia Kienzler, Michele Marelli, Sophie Schafleitner, Martin Veszelovicz

www.ruhrtriennale.de

Aus Anlass des zunehmenden nationalen Chauvinismus in vielen Ländern in und außerhalb Europas beschäftigt sich Christoph Marthaler in seiner Kreation für die Ruhrtriennale 2019 mit dem Verlust von Demokratie. In den Jahren vor 1914 braute sich ideologisch zusammen, was sich dann in zwei Weltkriegen und im Holocaust entlud. Heute erleben wir erschreckend ähnliche Artikulationen in Politik und Öffentlichkeit. In nicht wenigen Ländern Europas drohen demokratische Strukturen einem neuen Totalitarismus zu weichen. Die nationalistische und rassistische Aufrüstung zur Verteidigung alter Besitzverhältnisse scheint attraktiver zu sein als ein transnationales Projekt aufgeklärter europäischer Individuen und eine offene, diverse Gesellschaft. Antidemokratische und aggressive Exklusion, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus sind wieder gesellschaftsfähig geworden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ging es, ähnlich wie heute, um Ausgrenzung und Auslöschung der Menschen, die man zu Unbrauchbaren, zu Außenseiter*innen erklärt hatte.

In seinem musikalischen Zentrum ist das Projekt den aus Prag und Wien vertriebenen Komponisten wie Pavel Haas, Viktor Ullmann, Alexandre Tansman, Józef Koffler, Erwin Schulhoff, Gideon Klein, Szymon Laks und Erich Wolfgang Korngold gewidmet. Sie wurden deportiert, ermordet oder gingen in die Emigration. Viele der Kompositionen sind im Konzentrationslager Theresienstadt entstanden, teilweise sind sie Fragmente geblieben. Viktor Ullmann schrieb die Noten seiner letzten Komposition unmittelbar vor der Deportation nach Auschwitz.

Die Musik erklingt in einem imaginierten Parlament, in dem Abgeordnete dokumentierte Reden aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der Gegenwart und der nahen Zukunft halten, die katastrophale Zivilisationsbrüche bezeugen. Die Produktion wird für das Auditorium Maximum der Ruhr-Universität Bochum kreiert, das sich in ein Weltparlament verwandelt, in dem wir als Zuschauer*innen aus der Gegenwart und einer erkennbaren Zukunft auf ein zerstörtes Europa blicken.

Das Auditorium Maximum wurde für die neu gegründete Ruhr-Universität Bochum zu Beginn der 1970er Jahre gebaut. Seine Architektur enthält ein utopisches Versprechen. Mit dem großen, kreisrunden Forum hat man sich eine gemeinsame, hierarchielose Öffentlichkeit gewünscht. Von diesem Wunsch hat sich unsere Gesellschaft weiter denn je entfernt, und die Energie, die einen solchen Wunsch formuliert, wird derzeit europa- und weltweit von korrupten Eliten instrumentalisiert. Als die Bochumer Universität gegründet wurde, hatten die ersten Zechenschließungen bereits begonnen. Bildung und Teilhabe für alle waren die neue Zukunftsenergie und haben die Ruhr-Universität Bochum zu einer der interessantesten der Republik gemacht.

Die Kreation von Christoph Marthaler entsteht in einer Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Sie wird begleitet von einem Symposium, in dem vor Beginn der Ruhrtriennale hiesige Wissenschaftler*innen und internationale Gäste gemeinsam mit dem Publikum über die Krisen der Repräsentation nachdenken.

// 21st Century Orchestra | Harry Potter and the Philosopher’s Stone

live zum Film

Donnerstag, 3. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | KKL LUZERN
Freitag, 4. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | KKL LUZERN
Samstag, 5. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | KKL LUZERN
Sonntag, 6. Oktober 2019 | 14:00 Uhr | KKL LUZERN

21st CENTURY SYMPHONY ORCHESTRA
Justin Freer LEITUNG

Film in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

www.21co.ch

// 21st Century Orchestra | Star Wars IV

live zum Film

Freitag, 18. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | KKL LUZERN
Samstag, 19. Oktober 2019 | 15:00 Uhr | KKL LUZERN
Samstag, 19. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | KKL LUZERN

21st CENTURY SYMPHONY ORCHESTRA
Ludwig Wicki LEITUNG

Film in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

www.21co.ch

// Ensemble Montaigne | Dialog

Freitag 15. November 2019 | 20 Uhr | tba BERN
Samstag 16. November 2019 | 20 Uhr | Neubad LUZERN
Sonntag 17. November 2019 | 18.30 Uhr | Chollerhalle ZUG

GABRIELLE BRUNNER (*1963) Uraufführung (40’)
JEAN FRANCAIX (1912–1997) «Dixtuor» (1987) (18’)

Jean Françaix, in eine Musikerfamilie hineingeboren, gewann mit 18 Jahren den Preis des Pariser Conservatoires und studierte Komposition bei Nadia Boulanger. Er komponierte besonders viel für Blasinstrumente und vertonte zwölf Filme. Seine Musik ist harmonisch einfach gehalten, eingängig und erinnert an die romantisch schwelgerischen Klänge der Salonmusik. Sie zeichnet sich aus durch viel Schwung, rhythmische Rafinesse, ist sehr reichhaltig in der Instrumentierung.
Gabrielle Brunner zieht in ihrer neuen Komposition Françaix‘ Werk «Dixtuor» in einen Dialog. Zu ihrer Anregung erläutert sie: «Die grosse Variabilität eines Doppelquintetts wie das des Ensembles Montaigne und die in mir anklingende Resonanz auf das Werk Dixtuor von Jean Françaix bilden die Ausgangslage eines geplanten circa 40 minütigen Zyklus. Das musikalische Geschehen bewegt sich zwischen chorisch-orchestralen, solistischen und kammermusikalischen Teilen.»
Zum Konzept: Das Werk beginnt mit einer Solostimme. In Abwechslung mit immer anderer Konstellationen (bis Quintett) erklingen korrespondierende, kurze Kompositionen in Form eines Zyklus. Dieser endet in der vollen Ensemble-Besetzung, im Dezett. Durch die Analyse der Teilstücke entstehen eigene musikalische Antworten, wobei auch die Analyse musikalisch gestaltet sein kann. Jean Francaix‘ «Dixtuor» und Gabrielle Brunners Decett bilden quasi den Sammelpunkt – Abschluss beziehungsweise Ausgangspunkt zum nächsten Teil. Eigentlich ist also die Anlage des «Dixtuor» von Francaix auskomponiert.

// Ensemble Montaigne | Die Kunst der Fuge

Sonntag 1. Dezember 2019 | 18.30 Uhr | n.n. LUZERN

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750) Die Kunst der Fuge
Bearbeitung für Ensemble (2001) 
von JAN VAN VLIJMEN (1935-2004)

«Obwohl die Züge meines Porträts wechseln und sich vielfach
wandeln, bleiben sie doch stets wahrheitsgetreu. Die Welt ist
nichts als ein ewiges Auf und Ab. Alles darin wankt und schwankt ohne Unterlass: Die Erde, die Felsen des Kaukasus und die Pyramiden Ägyptens schaukeln mit dem Ganzen und in sich. Selbst die Beständigkeit ist bloss ein verlangsamtes Schaukeln.»
Michel de Montaigne, Essais III.2, Über das Bereuen

Julianna Wetzel ALTFLÖTE | Peter Vögeli ENGLISCHHORN | Nicola Katz KLARINETTE | Patricia Pazos Pintor FAGOTT | Valentin François TORMPETE | n.n. BASSPOSAUNE | n.n. VIOLINE | Claudia Kienzler VIOLA| Markus Wieser VIOLA| Felix Schüeli VIOLONCELLO | Kaspar Wirz KONTRABASS | Selina Cuonz HARFE| Marek Wetzel GITARRE | Silke Lisko MANDOLINE | Andreas Brenner LEITUNG

// 21st Century Orchestra | Lord of the Rings – Fellowship of the Ring

live zum Film

Donnerstag, 12. Dezember 2019 | 19:00 Uhr | Hallenstadion ZÜRICH

21st CENTURY SYMPHONY ORCHESTRA
Ludwig Wicki LEITUNG

www.21co.ch