Claudia Kienzler (*1981)_B0B9327

In Zug aufgewachsen und seit 2003 in Luzern lebhaft.
Sie erhielt ihre Berufsausbildung an der «Hochschule Luzern – Musik» in Violine und Viola. Erlang den Master in Pädagogik bei Daniel Dodds, die Master in Performance bei Prof. Isabel Charisius, Ina Dimitrova und Prof. Sebastian Hamann. Dabei setzte Schwerpunkte in Komposition, Jazz-Improvisation und Neuer Musik. An der «Hochschule für Musik Köln» studierte sie Kammermusik beim Alban Berg Quartett. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse in Interpretation, Jazz und Improvisation, u.a. bei Peter Eötvös, Fred Frith, Silvie Courvoisier, Valentin Erben, Benjamin Schmid, Michel Godard, Mark Feldman.

In Claudias Kompositionen findet sich ein breites Spektrum an Musikstilrichtungen. Sie bedient sich populärer und klassischer Elemente genauso wie verfremdeten und improvisierten Klängen. In deren Kombination formt sie ihre eigene, musikalische Sprache. Die Werke spielen mit der Wahrnehmung des Raumes und schaffen ein mit verschiedenen Sinnen erlebbares Gefäss. Es entstehen mehrdimensioale Klangerlebnisse im Dialog mit darstellenden Medien und performativer Aufführungsformen.

Ihre Konzertaktivität findet insbesondere im «Ensemble Montaigne», «21st Century Orchestra Lucerne» und dem Trio «Tricolage» statt. Im Rahmen der Ruhrtriennale 2019 war sie eine von sechs Musiker*innen in der Christoph Marthaler-Produktion «Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend» unter der musikalischen Leitung von Uli Fussenegger. Sie wirkte im Luzerner Theater und war während dreier Jahre Artistin des «Broadway Variété». Sie bestritt zahlreiche Tourneen, u.a. mit den «Festival Strings Lucerne», und spielte in rennommierten Häusern wie beispielsweise der Radio City Music Hall New York, der Suntory Hall Tokyo, der Philharmonie Berlin oder in der Royal Albert Hall London. Ihre Diskografie weist eine grosse Vielfalt auf. Claudia Kienzler ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, u.a. «Orpheus» und Stipendiatin im Atelier Berlin des Kantons Zug und 2020 die selektive Produktionsförderung des Kantons Luzern in der Sparte Theater (luki*ju, Produktion «Ente, Tod und Tulpe»)

Ihre Begeisterung für die Lehrtätigkeit lebt sie mit ihren Privatschüler*innen und als Dozentin an der «Hochschule Luzern – Musik» in Fachdidaktik Violine/Viola aus.

Sie hat die Radiosendung «STOFF» auf Radio LoRa Zürich betrieben und war während neun Jahren Geschäftsleiterin des «Ensemble Montaigne». Derzeit ist sie Präsidentin der «Int. Gesellschaft für Neue Musik IGNM Zentralschweiz», Co-Präsidentin der Musiker*innen-Vernetzungsstelle «Other Music Luzern» und Vorstandsmitglied des Mullbau Luzern.

Aktuell baut sie den Betrieb des Vereins «Varieté Caleidoskop» auf, der die älteste Schaubude der Schweiz (ehemals «Broadway Varieté») aus dem Jahr 1947 ab dem Frühsommer 2021 mit einer eigenen, abendfüllenden Produktion wieder bespielen und durch die Deutschschweiz ziehen wird.
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